Kabarett 2011: WentzTube (Blogger Dir einen, du Twitter!)

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zum letzten Mal unter der Leitung von Frank-Karl Opitz

Bilder der drei Aufführungen (C. Gangotena)

Hier das BZ-Interview vom 20.7.11 mit FK Opitz (Foto: Thomas Kunz)

 

"Wir wollen kein Insider-Kabarett machen"

DREI FRAGEN AN Franz-Karl Opitz, Leiter der Kabarett-AG am Wentzinger-Gymnasium: Nach elf Jahren soll nun Schluss sein.

Elf Jahre lang war er "Regisseur, Organisationsleiter, Intendant und Inspekteur": Am Donnerstag kündigt Franz-Karl Opitz zum letzten Mal seine Kabarett-Truppe im Wentzinger-Gymnasium an. Danach wird Petra Höddinghaus seinen Job übernehmen. Zwischen den Proben sprach Niklas Rudolph mit dem Lehrer für Englisch und Französisch.

BZ: Herr Opitz, mal ehrlich: Ist politisches Kabarett für Schüler nicht staubtrocken?

Opitz: Die Schülerinnen und Schüler sollen sich bei uns amüsieren, wir sind schließlich kein richtungspolitisches Kabarett. Bei uns geht es nicht um Parteipolitik wie bei Volker Pispers, dem linksten, besten, gemeinsten Kabarettisten. Wenn Politik dran kommt, dann geht es um Schulpolitik oder das kritisch beäugte Umfeld meiner Kabarettschüler.

BZ: Vor elf Jahren haben Sie die Leitung der Kabarett-AG übernommen und seitdem ist nicht nur politisch eine Menge passiert. Wie hat das Ihr Kabarett beeinflusst?

Opitz: Der rote Faden in unseren Kabarett-Abenden war und ist das Schulleben. Allerdings muss ich sagen, dass in meiner Anfangszeit vor elf Jahren das parteipolitische Interesse der Schüler größer war als heute. Klar sind die Schüler heute auch politisch, aber auf eine andere, allgemeinere Weise. Aber wenn ich mir unser aktuelles Programm anschaue, dann dreht sich mehr als 50 Prozent um die Schule. Dazu muss ich sagen, dass die Geschichten allgemein verständlich sind. Es gibt zwar Anspielungen auf Personen des Schullebens, aber die Lieder sind auch für Außenstehende verständlich. Wir wollen kein Insider-Kabarett machen.

BZ: Am Donnerstag stehen Sie nun zum letzten Mal als Kabarettleiter vor großem Publikum. Haben Sie sich dafür etwas Besonderes einfallen lassen?

Opitz: Das Stück soll besonders gut sein. Wenn man ein Jahr lang an etwas arbeitet, will man die Arbeit auch gut präsentieren. Bei all dem Singen, Spielen, den Sketchen, den witzigen Nachrichten sind wir schon etwas perfektionistisch: Die Songs sollen sitzen, die Choreographien stimmen und die Pointen gut rüberkommen. Vor allem aber sollen sich die von den Schülern karikierten Zeitgenossen auch so richtig ärgern dürfen, zum Beispiel Lehrer, Mitschüler oder auch der ein oder andere Politiker.