Sally Perel spricht im Wentzinger-Gymnasium

Sally Perel spricht im Wentzinger-Gymnasium gegen das Vergessen

Als einer der letzten Zeitzeugen, der den Holocaust überlebt hat, besuchte Sally Perel am 23. November 2011 das Wentzinger-Gymnasium. „Ich komme als Geschichtslehrer zu euch, auch wenn ich kein Geschichtslehrer bin. Ich bin lebende Geschichte“, mit diesen Worten leitete der Autor des bekannten Buches „Hitlerjunge Salomon“ sein Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen in der Aula ein.

Sichtlich beeindruckt von der Offenheit und Authentizität, mit der Perel seine Lebensgeschichte vortrug, waren die Schülerinnen und Schüler zu einer Vielzahl von Nachfragen angeregt: von der Rolle Japans im zweiten Weltkrieg bis hin zu Perels Einstellung zum Palästinenser-Problem.

Perel möchte sich durch seine Gespräche vor und mit jungen Menschen eindringlich gegen das Vergessen wenden. „Ihr braucht mich nicht um Verzeihung zu bitten, denn ich habe euch nichts zu verzeihen. Euch trifft keinerlei Schuld“, sagte er zum Abschluss. „Aber: Ab heute seid auch ihr Zeitzeugen. Sagt es euren Kindern und Kindeskindern weiter.“ Nur so ließe sich verhindern, dass derartige Gräuel in der Geschichte wiederholen.

Zum Abschluss seines Besuchs im Wentzinger-Gymnasium signierte Sally Perel sein Buch mit eine sehr persönlichen Widmung.

W. Gillen