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Abitur 2015 - Rede des Schulleiters Georg Weiser

 

Abitur 2015 - Rede des Schulleiters Georg Weiser

Liebe Abiturientinnen, liebe Abiturienten, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen liebe Gäste,

fast alle Abiturprüfungen sind jetzt von fast allen absolviert. Alle, die zur mündlichen Prüfung zugelassen waren, haben das Ziel, die Abschlussprüfung des Gymnasiums zu bestehen, geschafft. Ich möchte sie beglückwünschen: die meisten von ihnen haben sich noch einmal gewissenhaft auf die letzten Prüfungen vorbereitet und das Abitur in, acht oder neun Jahren erreicht.

Auf außergewöhnliche Weise litt Ihr Jahrgang unter einem beängstigenden Schwund. Das machte vielen von uns große Sorgen. Waren Sie zu Beginn der Kursstufe mit 97 Schülerinnen und Schülern noch ein eher starker Jahrgang, mussten Sie erleben, dass zu Beginn der Kursstufe 2 etliche Kurse zusammen gelegt wurden, weil nur noch 82 von Ihnen übrig geblieben waren. Immerhin gelang es auch Ihrem Jahrgang wiederum mit 2,3 im Durchschnitt einen guten Abschluss zu erreichen.

Viele Ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler fühlten sich den Anforderungen der Oberstufe nicht gewachsen. Sie verließen die Schule mit der Fachhochschulreife oder in Richtung auf eine andere Schule oder sie wiederholen das Schuljahr.

Die Bildung neuer Kurse in der laufenden Kursstufe stellte dann an Sie aber auch an Ihre Lehrer ganz besondere Anforderungen. Diesen versuchten alle nach Kräften gerecht zu werden. Dennoch, das muss ich an dieser Stelle schon sagen, haben einige von Ihnen uns bis zur letzten Minute intensiv beschäftigt und es war lange nicht klar, ob und wie das Abitur für sie noch zu erreichen war.

Dagegen gibt es aber auch Erfreulicheres zu vermelden, wenn nämlich eine Mitschülerin von Euch trotz eines gravierenden Handycaps ein ordentliches Abitur gemacht hat oder wenn ein Quereinsteiger aus Belgien trotz fehlender Kenntnisse in manchen Sternchenthemen (zumindest am Ende der K1) dennoch erfolgreich ist. Es gibt also Licht und Schatten zu beobachten.

Ich freue mich nun, Ihnen allen, die sie bis zum Schluss durchgehalten haben und auf sehr verschiedene Weise das Ziel erreicht haben, gratulieren zu dürfen.

Auch Ihnen, liebe Eltern, gratuliere ich zu dem Erfolg Ihrer Töchter und Söhne, die sie vielfach mit großem Einsatz begleitet und gestützt haben. Einige von Ihnen haben sich darüber hinaus für Aktivitäten in den Klassen als Elternvertreter oder im Freundeskreis für die Schule eingesetzt und auf diese Weise das Schulleben mitgeprägt und bereichert. Dafür bedanken wir uns bei Ihnen. Das schulische Leben wäre ohne Ihre Arbeit von viel geringerem Wert.

Ein nicht ganz unwesentlicher Teil Ihres Erfolges, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, ist darüber hinaus ihren Lehrererinnen und Lehrern zu verdanken. Viele von ihnen haben sie über Jahre, manche über die gesamte Schulzeit begleitet und versucht, ihnen in der Unterstufe die notwendigen Grundlagen zu vermitteln, damit sie in der Mittelstufe die erforderlichen Hürden nehmen konnten, um in der Oberstufe dann möglichst selbständig aber fachmännisch begleitet, das Abitur vorzubereiten.

Diese Arbeit stellte sich in Ihrem Jahrgang als ganz besondere Herausforderung dar; denn wie zuvor schon angemerkt, mussten auch ihre Lehrer sich auf ständig wechselnde Rahmenbedingungen und Kurszusammensetzungen einstellen. Niemanden hat es gefreut, auf dem Weg zum Abitur so viele Schülerinnen und Schüler zu verlieren wie in diesem Jahrgang. Allen ihren Lehrerinnen und Lehrern danke ich daher ganz besonders für die zuverlässige, umsichtige und fachmännische Begleitung.

Nun aber zurück zu Ihnen, die allen Grund haben, sich zu freuen und in Feierlaune zu sein; denn sie haben einen wichtigen Schulabschluss in der Tasche. Gleichzeitig ist aber der heutige Tag auch ein Tag, an dem es sich lohnt, einmal kurz einzuhalten und ganz im Sinne unseres Mußeprojektes, an dem ja einige von Ihnen teilgenommen haben, eine Besinnungspause einzulegen.

Wann wenn nicht jetzt, könnte man mit Christa Wolf fragen. Wann, wenn nicht jetzt, lohnt sich ein Blick aus dem Fenster auf einen blühenden Rosenstock oder auf Gräser, die im Wind wehen und einige Gedanken zurück und nach vorne zu lenken. Wann wenn nicht jetzt, nachdem sie die Kammer des Schreckens verlassen haben?

Wann, wenn nicht jetzt oder in den nächsten Wochen werden Sie darüber intensiver nachdenken, welche Konsequenzen dieser point of no return für sie, Ihre neuen Freiheiten, für das häusliche Leben, für weitreichende Lebensentscheidungen haben wird. Werden Sie sich für den einfachen Weg entscheiden, erstmal bei den Eltern daheim die Fürsorge der elterlichen Betreuung weiter zu genießen oder entscheiden Sie sich, selbständig zu machen, selbstverantwortlich einen eigenen Hausstand zu führen, das praktische Leben in allen Facetten in die Hand zu nehmen?

Wann, wenn nicht jetzt, werden Sie sich zwangsläufig damit auseinandersetzen müssen, wie es denn hinsichtlich einer Ausbildung oder eines Studiums, eines sozialen Jahres oder anderer Aktivitäten aussieht. Diese Entscheidung wird vielen von Ihnen nicht leicht fallen; denn daran hängen soziale Kontakte, Freundschaften und vielleicht auch schon ganze Lebensmodelle.

Ein Einhalten für den Blick aus dem Fenster lohnt sich daher besonders. Ganz gleich aber wie sie sich im ein oder anderen Fall entscheiden, die Freiheit nach dem Abitur wird sie auch in anderer Hinsicht bald in viele Konflikte verwickeln, für die es sich lohnt, beim Blick durch das Fenster noch einmal zurück zu denken an Ihre Zeit in der Schule.

Wann, wenn nicht jetzt könnte der Rückblick Fragen aufwerfen nach der Bedeutung all dessen, was Sie bei uns gelernt haben. Wieweit hat das Erlernte mit dem Leben etwas zu tun, war es eine gute Vorbereitung auf das Studium oder den Beruf oder war es doch nur ein Bulemie-Lernen, wie manche behaupten? Das könnten Ihre bangen Fragen sein, die sich mancher veilleicht stellt.

In der Tat werden viele von Ihnen in ein paar Jahren eine Funktionsgleichung nur noch mit Mühe lösen können, viele von Ihnen werden auch die Mol-Gleichungen in der Chemie nicht mehr beherrschen. Auch der Subjunktiv in Französisch wird verblassen wie der Anlass der Französischen Revolution in Vergessenheit geraten wird. Wozu dann eigentlich die vielen Mühen, die Sie haben aufbringen müssen, um hier heute angekommen zu sein? Wann, wenn nicht jetzt lohnt es sich darüber nachzudenken?

Wenn viele der Details nach und nach aus unserem direkten Erinnerungsspeicher verschwinden, gibt es dann trotzdem etwas, das einen größeren Fortbestand hat als die konkrete Formel in der Mathematik zum Beispiel?

Hierzu lohnt es sich noch einmal bewusst zu machen, was alle Fächer von Deutsch, über Mathematik über Sport bis zum Fach Religion gemeinsam haben. Alle dieser Fächer und damit unsere Vorstellung von Bildung leiten sich sehr direkt aus den Grundforderungen der Aufklärung ab: „Sapere aude! Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Ohne jetzt auf diesen unumstrittenen Grundpfeiler unserer heutigen Kultur weiter einzugehen, wird deutlich, jeder von uns sollte seinen Verstand einsetzen, um ein Problem für sich oder mit anderen zu lösen.

Im Leben und auch in Ihrem späteren Arbeitsbereich sind die Verstandesleistungen in der Regel niemals rein mathematische, rein physikalische, rein religiöse, sondern fast immer ist eine gute Entscheidung für ein Problem damit verbunden, dass Sie in der Lage sein müssen, all das, was Sie kennengelernt haben, so miteinander zu verbinden und mit den Mitmenschen so zu kommunizieren, dass die Lösung nicht nur gut ist, sondern auch von möglichst vielen akzeptiert wird.

Gehen Sie diesen Weg, dann füllt sich automatisch der Anspruch der Aufklärung mit Inhalt; denn dieser Problemlösungsweg verlangt von Ihnen und Ihren Mitstreitern das penetrante und kritische Hinterfragen der Sache: Als Beispiel dafür könnte man die Frage heranziehen, warum immer mehr Menschen aus vielen Teilen der Welt nach Europa fliehen? Die Antwort auf diese Frage verlangt von uns allen, dass wir Argumente sammeln über die Lebensbedingungen der Migranten, über die Funktionsweise des Weltwirtschaftssystems, über die Eigenschaften der weltweiten Entwicklungshilfe, über die Waffenströme und Handelsinteressen der Waffenexporteure, die dahinter stehen, über die Folgen der Globalisierung in den betroffenen Ländern oder bei uns.

Ich will Sie jetzt nicht damit langweilen, all diese Fragen, die darüber hinaus nicht vollständig sind, zu beantworten, mir geht es um den zu beschreitenden Lösungsweg hinsichtlich der gestellten Frage. Gehen Sie den Weg über die angesprochenen Teilaspekte nachzudenken, dann befinden Sie sich auf dem Pfad der Aufklärung, auf dem Pfad der europäischen Kultur, die für uns mit der Französischen Revolution und ihren Folgen teuer erkämpft wurde; denn mit der rationalen Durchleuchtung eines Problems verbunden ist automatisch die Festlegung, dass wir uns keiner Autorität beugen, die uns zum Beispiel weismachen will, die Flüchtlinge dieser Welt kämen nur, um die deutsche Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen, sie seien daher Sozialschmarotzer.

Derartig dümmliche Argumente könnten wir mit dem vorhin genannten Ansatz sehr leicht entkräften und würden uns mit Sicherheit für ein differenziertes Urteil einsetzen. Handeln wir in diesem Sinne, dann sichern wir gleichzeitig unsere Demokratie, die unter anderem vom Konkurrenzkampf der besten Argumente lebt.

Das Wertesystem also, dem sich Europa verschrieben hat und das wir in jedem Fach auf irgendeine Weise Ihnen haben vermitteln wollen, basiert auf der Aufklärung. Diese ist sozusagen das Korsett unseres Lehrplans. Wenn ich selbst keinerlei Zweifel daran habe, dass es leider immer noch viele Einrichtungen in Deutschland und Europa gibt, in denen die Prinzipien der Aufklärung mit Füßen getreten werden, so bin ich dennoch davon überzeugt, dass es keine besseren Prinzipien geben kann, als eine Gesellschaft - und hier meine ich nicht nur eine nationale - zusammen zu halten. Es lohnt sich an diesen weiter zu arbeiten.

Allein dies reicht natürlich nicht. In einer Zeit, in der der zweite Weltkrieg 70 Jahre entfernt liegt und an sein Ende lauter gedacht wird als jemals zuvor und gleichzeitig größere Siegesparaden abgehalten werden als in den Jahren davor, lauern etliche Kammern des Schreckens in unserer Umgebung und Europa befindet sich vor etlichen inneren Zerreißproben: Le Pen in Frankreich, Jukip in England, Wilders in den Niederlanden und Orban in Ungarn, eine rechtspopulistische Regierung in Dänemark mögen dafür als Beispiele reichen.

Sie alle wollen nichts anderes als zurück zum alten nationalen Europa. Als Begründung bemühen sie die anachronistischen Mythen von nationaler oder völkischer Identität. Auch in Deutschland gibt es ähnliche Tendenzen, wenn man zum Beispiel an die Pegidabewegung denkt.

Schaut man sich nun den Prozess der europäischen Einigung nach 1945 an, so fußt dieser zwar einerseits stark auf Wirtschaftsinteressen (Europäische Gemeinschaft) aber auch auf der aufklärerischen Maxime der friedlichen Zusammenarbeit in einem gemeinsamen europäischen Haus, sie fußt ferner auf dem heftigen argumentativen Ringen um politische Ziele und etabliert zwischen den europäischen Ländern die gegenseitige Toleranz und Achtung voreinander, die kriegerische Auseinandersetzungen für immer unmöglich machen sollte.

Die aufblühenden nationalen Bewegungen hingegen sind nicht diesen Idealen verpflichtet, sondern sie appellieren an ein unhinterfragbares völkisches Zusammengehörigkeitsgefühl und gieren nach nationalem Wohlstand. Beides entzieht sich jeglicher rationaler Klärung. So wie die ungleiche Verteilung des wirtschaftlichen Erfolgs in Europa und in Deutschland gefährden die rückwärtsgewandten Kräfte die europäische Friedensordnung und das ist leider auch relevant für uns alle.

Bislang zeigen sich ob dieser Entwicklung viele Politiker besorgt, aber gleichzeitig werden die extremistischen und europafeindlichen Bewegungen toleriert. Eine Gesellschaft, die wie unsere, jeder Bewegung gegenüber Toleranz zollt, weil sie sich den Grundvorstellungen der Aufklärung verpflichtet fühlt und in diesem Fall die Maxime der Gleichheit hoch hält, wirkt mitunter wie ein zahnloser Tiger, wenn es um die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen geht.

Wer der Überzeugung ist, dass diese Gesellschaft – ich meine damit die europäische – trotz vieler gravierender Mängel die beste ist, die historisch für unseren Kontinent verbürgt ist, der sollte sich einmischen und sich für sie einsetzen, sie ist durchaus nicht ungefährdet; denn die Decke ist dünn, auf der wir gehen, wie am NSU – Prozess und einer Unzahl von Attentaten zu erkennen ist. Was also können wir tun? Auch und vor allem im Privaten enststeht oft das Politische, der politische Wille der Eliten, zu denen sie sich gehörig fühlen können. Es gibt viele Möglichkeiten, selbst die eigene Position zu zeigen. Wenn Sie es schaffen, in Ihrem eigenen Lebensumfeld die Maximen der Aufklärung zu leben, dann tragen Sie schon sehr viel dazu bei, dass auch Sie lange unter demokratischen Bedingungen leben können.

Haken Sie zum Beispiel nach, wenn ihre Freundin ins Drogenmilieu abzurutschen droht, wenn ihr Freund sich nationalistisch oder islamistisch radikalisiert und in den Kampf ziehen will oder wenn er sich aus Selbstzweifeln in sich zurück zieht. Die bohrenden Fragen, die von Ihnen kommen können, sind Freundschaftsdienste, können Leben retten und sprechen gleichzeitig die Sprache der Aufklärung.

Für den Fall, dass Sie von Ihren Freunden keine überzeugenden Antworten erhalten, hat der Philosoph Carlo Sprenger für uns alle einen verblüffenden Rat.

In seinem bemerkenswerten Essay “Zivilisierte Verachtung” zeigt er, dass es notwendig ist, die europäische Kultur zu leben und zu verteidigen. Die Verteidigung soll aber nicht im militärischen Sinne verstanden werden, sondern im Sinne der Aufklärung als kompromissloses Nachfragen, Hinterfragen und vor allem absolut kritisches Prüfen der jeweils anderen Lebensvorstellungen, Urteile und Handlungsweisen, so wie es zum Beispiel die ermordeten Karikaturisten um Charlie Hebdo getan haben. Sollte sich dabei aber erweisen, dass sich hinter der Argumentation des Anderen dumpfer Nationalismus, unverantwortlicher Dschihadismus oder kapitalistischer Maximierungswahn verstecken, dann rät er, nicht ignorant oder schlimmer noch tolerant dem gegenüber zu treten. Er ermutigt uns alle, klar Stellung zu beziehen und Menschen, deren Vorstellungen sich nicht hinterfragen lassen, mit „zivilisierter Verachtung“ zu strafen. Diese Verachtung soll sich gegen die unhinterfragbaren Einstellungen und Bewertungen richten und nicht gegen die Menschen selbst, die sie vertreten.

Sprenger vertritt diese Auffassung, weil er der Meinung ist, dass wir uns bei aller Heterogenität der Werte annehmen sollten, die unsere Gesellschaften zusammenhalten und das Leben in ihnen wertvoll und lebenswert machen. Wir Älteren haben uns in der friedlichen Nachkriegsgesellschaft eingerichtet und genießen ihre Vorzüge und kritisieren natürlich auch ihre Entgleisungen, wie zum Beispiel die kriminellen Tendenzen, die sich im Rahmen des Finanzkapitalismus ergeben haben. Bislang mussten wir uns über den Fortbestand unserer Demokratie nur selten Sorgen machen.

Sie, liebe Abiturientinnen, liebe Abiturienten haben unsere Gesellschaft in einem Stadium kennengelernt, in dem die Errungenschaften der Aufklärung selbstverständlich geworden sind und vielfach hinter den weniger wichtigen aber dennoch bedeutsamen wirtschaftlichen Errungenschaften zurückstehen.

Der Blick durch das Fenster und etwas Muße können uns helfen, uns bewusst zu machen, was wirklich wichtig ist. Gemeinsam sollten wir, die Älteren und sie, die Jüngeren dafür sorgen, dass sie in ihrem Leben eine von Krieg und Zerstörung unbeschwerte Zukunft haben können. Dafür bietet Sprenger zumindest einen wichtigen Handlungshinweis. Es lohnt sich, die Werte der europäischen Aufklärung zu leben und verbal zu verteidigen, auch wenn es an vielen Stellen unserer Gesellschaft große Mängel gibt.

Um auf die anfangs gestellte Frage nach den Migranten zurückzukommen, so würde es Sinn machen, zu fragen, wie können wir die neu angekommenen Menschen aus anderen Ländern darin unterstützen, dass sie die Grundfesten unserer Kultur verstehen, akzeptiern und schließlich auch leben, anstatt diese Menschen schon von Anfang an auszugrenzen.

Wann, wenn nicht jetzt, machen wir uns noch einmal klar, was uns zusammenhält. Es sind nicht die Ethnien, nicht die Nationen und auch nicht die Religionen, sondern dass wir Menschen sind, die sich mit vernünftigen Argumenten friedlich auseinandersetzen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für Ihre Zukunft, dass Sie die Energie haben, alles kritisch zu hinterfragen, wie es zeitweise auf dem Weg zum Abitur notwendig war, dass Sie soviel Humor, Kreativität, Mut und Friedfertigkeit auszeichnet, wie Sie in Ihrem Abifilm unter Beweis stellen. Dann werden Sie die zivilisierte Verachtung vielleicht nicht nutzen müssen und die Kammern des Schreckens werden Sie nicht einlassen.