Mitteilungen
Rundbriefe
 
 
Mitteilung 2012 Januar

1.7.2012

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

das Schuljahr 2011/12 eilt mit „Sieben-Meilen-Stiefeln“ seinem Ende entgegen – höchste Zeit also, dass ich Sie/Euch wieder auf den neuesten Stand des Geschehens bringe und über aktuelle Entwicklungen und Perspektiven berichte.

Es ist geschafft! Das Abitur 2012, das den 8- und 9-jährigen Bildungsgang gemeinsam zum Abschluss führte, ist erfolgreich bestanden – nicht nur von den 179 glücklichen Abiturienten, sondern von der ganzen Schulgemeinschaft. Dieser „Abi-Doppeljahrgang“ war bereits seit Jahren im Brennpunkt vieler Diskussionen und in seiner konkreten Umsetzung eine fachliche wie logistische Herausforderung. Ich möchte der ganzen Schulgemeinschaft dafür danken, dass wir diese Aufgabe unter den sehr schwierigen Rahmenbedingungen des Umbaus so gut gemeistert haben. Danken möchte ich auch für das Verständnis, dass es zur Bewältigung der vielen Korrekturen und Prüfungen zu Unterrichtsausfällen kommen musste.

Mit der Entlassung des Doppeljahrgangs reduzieren sich die Anzahl der Schüler und damit auch die Klassenzahl. Aber unser Wentzinger-Gymnasium erfreut sich wachsender Beliebtheit, sodass wir im kommenden Schuljahr 6 neue Eingangsklassen bilden werden, darunter zwei Klassen mit Musik-Profil.
Die Wahlen zur zweiten Fremdsprache in Klasse 6 ermöglichen die Einrichtung von 2 Latein- und 3 Französischgruppen (zzgl. Englisch als 2. Fremdsprache für die F-bil-Schüler).
In den künftigen 8. Klassen werden wir folgende 7(!) Profilgruppen einrichten: 1 x Musik, 2 x Spanisch, 4 x NWT. Um diese vielen Lerngruppen überhaupt noch vernünftig verplanen zu können, wird es zu einigen (kleineren) Umbildungen bei den Klassenverbänden kommen müssen. Die Betroffenen werden sobald wie möglich informiert.
Theoretisch müssten durch die nun komplette Umstellung auf den 8-jährigen Bildungsgang Lehrer-Ressourcen frei werden. In der Praxis sind diese jedoch durch Abgänge, Elternzeiten,... bereits wieder aufgezehrt. Die Lehrerversorgung für das kommende Schuljahr ist zwar gesichert, die Personalsituation wird allerdings keine großen Spielräume eröffnen.
Ab dem neuen Schuljahr erhält jedes Gymnasium pro Zug eine zusätzliche Unterrichtsstunde (11. „Poolstunde“), über deren Verwendung die Schule entscheidet. Das Wentzinger-Gymnasium wird diese Stunde dazu einsetzen, die Sprachkompetenz in Klasse 5 gezielt zu fördern. Durch „Team-teaching“ (zwei Lehrer gehen in einer Stunde gemeinsam in die Klasse) vermeiden wir eine höhere Stundenbelastung für die Kinder und schaffen gleichzeitig die Möglichkeit, auf die größer werdende Heterogenität adäquat zu reagieren.

Wie Sie sicher wissen, gibt es derzeit landesweit eine Diskussion über die Wiedereinführung 9-jähriger Bildungsgänge am Gymnasium. Die Landesregierung hat die Tür dazu einen kleinen Spalt breit aufgemacht, indem sie maximal 44 Schulen in ganz Baden-Württemberg gestatten will, in Form eines Versuches wieder auf „G9“ umzusteigen. In Freiburg und auch speziell am Wentzinger-Gymnasium haben Eltern, Lehrer und Schüler sich intensiv mit dieser Frage auseinander gesetzt. Als aktuellen Zwischenstand kann ich berichten, dass wir uns vorstellen könnten, an unserer Schule wieder in 9 Jahren zur Hochschulreife zu führen. Dies jedoch nur, wenn das Wentzinger-Gymnasium komplett auf „G9“ umstellen kann; eine Aufsplittung in parallel geführte G8- und G9-Züge halten wir pädagogisch wie organisatorisch für nicht umsetzbar. Die zuständigen Gremien werden sich demnächst noch detailliert mit diesem Thema befassen.

Es ist mir eine besondere Freude, Sie / Euch noch zu einer Reihe bemerkenswerter Veranstaltungen einladen zu können.
Am Dienstag und Mittwoch (3.+4. 7.) werden uns Unterstufenchor und Orchester auf eine musikalische Sommerzeitreise durch die letzten 40 Jahre (Schul-)Geschichte mitnehmen.
Das kommende Wochenende (7./8. 7., 18 – 18 Uhr) steht ganz im Zeichen eines gemeinschaftlichen sportlichen Erlebnisses: Beim diesjährigen „24-Stunden-Lauf für Kinderrechte“ im Seeparkstadion werden sicher wieder Rekorde gebrochen.

Die Partnerschaft mit dem SWR-Sinfonieorchester wird das 2. Jahr erfolgreicher Kooperation mit einem besonderen Höhepunkt abschließen: „Romeos Rap“, eine moderne Fassung von Shakespeares/Prokofieffs „Romeo und Julia“. Am 14. und 15. 7. (jeweils 16 Uhr) bringen das SWR-Sinfonieorchester, eine SWR-Band und mehrere Tanztheater-Gruppen aus den Wentzinger-Schulen dieses außergewöhnliche Musik-Projekt im alten Güterbahnhof auf die Bühne.
Zum Schluss des Schuljahres wird es dann wieder „bissig“. Am 17.,18. und 19. Juli (20 Uhr, Aula) wird das Kabarett sicher in gewohnter Manier Hintergründiges offen legen, an dem man vielleicht auch etwas „zu knabbern“ hat. Als Ausgleich kann man dann am letzten Abend vor Beginn der Sommerferien beim traditionellen E-Wentz-Hock (24. 7., ab 17 Uhr) völlig bedenkenlos selbst zubeißen. Eltern, Lehrer und Freundeskreis werden für die entsprechenden Würste und viele andere Leckerbissen sorgen.
Alle diese Veranstaltungen spiegeln die Vielfalt unseres lebendigen Schullebens wider, und wir würden uns über Ihren/Euren Besuch sehr freuen.

In eigener Sache:


Viele von Ihnen/Euch wissen es sicher bereits: Ich werde zum Ende dieses Schuljahres in den Ruhestand gehen. Dies ist also die letzte Schul-Info, die ich auf den Weg bringe. Ein kleiner Rückblick auf 13 Jahre „Gillen am Wentz“ sei deshalb hier gestattet.
Hatte mein (einziger) Amtsvorgänger Peter Adler das Wentzinger-Gymnasium aus der Taufe gehoben und die Schule aufgebaut, war ich der „Schulleiter des Umbaus“, sowohl im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Im wörtlichen Sinn habe ich von meiner ersten Stunde an gegen herab fallende Deckenplatten, undichte Fenster, stinkende Klos ... gekämpft. Es war ein hartes Stück Arbeit; schön, dass wir inzwischen den Erfolg sehen. Gerne hätte ich diese Baustelle noch zum Abschluss gebracht, aber der immer wieder verschobene Beginn der Sanierung und die vielen Verzögerungen machten einen Strich durch die Rechnung. Dennoch: Es ist alles so gut wie „eingetütet“ und die Arbeiten werden sicher zu einem Abschluss geführt, mit dem sich unsere Schule „sehen lassen kann“.
Was den „inneren Umbau“ anbetrifft, kann ich die Schule nun mit einem guten Gefühl verlassen. Mit dem ersten G8-Abitur ist die wohl einschneidendste Bildungsreform, die dem Gymnasium seit dem Ende des 2. Weltkriegs verordnet wurde, zu einem – vorläufigen(?) – erfolgreichen Abschluss gekommen. Parallel dazu haben wir eine gut eingerichtete Mensa geschaffen und damit für einen abwechslungsreichen und gesunden Mittagstisch gesorgt. Mit oder ohne G8 war die Einführung eines attraktiven Ganztagesangebots für die beiden Schulen an diesem Standort sicher eine richtige und wichtige Weichenstellung für die aktuelle und zukünftige Weiterentwicklung.
Dies alles war nur möglich, weil das Wentzinger-Gymnasium ein sehr engagiertes Lehrerkollegium hat und die Zusammenarbeit in den schulischen Gremien meist vertrauensvoll und konstruktiv war. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken!

Ich wünsche Ihnen / Euch für die nahe und fernere Zukunft alles Gute und dem Wentzinger-Gymnasium, dass es bei allen weiteren Veränderungen und Entwicklungen seine unverwechselbare Identität bewahrt.

UnterschriftGille

Termine Schuljahr 2012