Die Kunstexkursion zur Archäologischen Sammlung

Die Kunstexkursion zur Archäologischen Sammlung 2016

1
2

Wir, der K2 Neigungskurs im Fach Bildende Kunst, waren am Mittwoch den 5.10.2016 in der archäologischen Sammlung Freiburg, um uns dort verschiedene antike Skulpturen im Original oder als Gipsabguss bekannter Werke wie der Venus von Milo, deren Original im Pariser Louvre ausgestellt ist, anzusehen und zu besprechen. Wir bekamen eine kurze Einführung in die Epoche der Antike und deren Auffassung von Skulpturen. Davon gab es jede Menge, verschiedenster Art, z.B. ein Torso, der bereits Michelangelo inspirierte, Büsten, wie die des römischen Kaisers Augustus oder Darstellungen von Köpfen großer Denker, wie beispielweise Sokrates.

Natürlich haben wir uns dann selber darin versucht, bildhauerisches Arbeiten zeichnerisch nachzuvollziehen. Mit dem Radiergummi als Meißel und einem vorgezeichneten Rechteck aus Graphit als Mamorblock schälten wir die Umrisse der Figuren heraus. Später durften wir, mit Bleistift und Papier ausgestattet, Skizzen der Skulpturen anfertigen.

Besonders interessant war ein Torso, der die Frage aufwarf, ob er absichtlich infinito (unvollständig) war, oder ob der Zahn der Zeit ihm die Gliedmaßen raubte. Da der Torso in der Spätantike entstand, in der Vollkommenheit und idealisierte Schönheit besonders wichtig waren, lässt sich vermuten, dass er nicht absichtlich in diesem Zustand war. Die  fehlenden Extremitäten sind wohl den Jahrhunderten zuzuschreiben, in denen so einiges abgebrochen ist.

Allerdings gibt es auch Künstler wie Rodin, den wir momentan im Unterricht behandeln, die absichtlich eine Skulptur "unfertig" lassen, um das Augenmerk auf eine bestimmte Bewegung zu lenken und den Rest auszublenden.
Im Gesamten lässt sich sagen, dass uns nicht nur eine Menge an informativen und tiefgründigen Fragen und Besprechungen begleitet hat, sondern wir auch viel Spaß und praktische Arbeit hatten.

Carla Gröne und Miena Yousefi

zurück zur Bildenden Kunst