Die Kunstexkursion nach Bregenz 25. September 2015

Die Kunstexkursion nach Bregenz 25. September 2015

„Das Kunsthaus steht im Licht des Bodensees. Sein Körper ist aus Glasplatten, Stahl und einer Steinmasse aus gegossenem Beton gebaut, die im Innern des Hauses Struktur und Raum bildet. Von außen betrachtet wirkt das Gebäude wie ein Leuchtkörper. Es nimmt das wechselnde Licht des Himmels, das Dunstlicht des Sees in sich auf, strahlt Licht und Farbe zurück und lässt, je nach Blickwinkel, Tageszeit und Witterung etwas von seinem Innenleben erahnen.“

Peter Zumthor über das Kunsthaus in Bregenz

BIldAblauf der Exkursion:

Um 08:00 Uhr morgens trifft sich der neue Kunstneigungskurs an der Falkenbergerstraße, ein großer Bus steht schon bereit. In den bevorstehenden drei Stunden Fahrt lesen wir Interviews mit dem Architekten Peter Zumthor, um den sich an diesem Tag vieles drehen wird, erkunden zumindest schon einmal die Grundrisse des Kunsthauses und zeichnen eins unserer 50 Selbstporträts. In Bregenz erwartet uns sofort der Blick auf die imposante Außenfassade des Kunsthauses. Wir erfahren während der Führung sehr viel Wissenswertes über das Gebäude. Die Führung führt durch den tunnelartigen Eingang in das Folie, zwischen der Glasfassade und dem Gerüst hindurch, durch alle drei Stockwerke und schließlich in ein Atelier. Hier können wir selber aktiv werden, uns Gedanken über Gebäude oder Raummodelle aus Materialien wie Pappe, Holz und bunten Folien machen. Leider haben wir nicht genug Zeit, und so werden die unfertigen Entwürfe und Modelle in Kartons eingepackt und später mitgenommen. Nach einem Mittagessen am Bodenseeufer geht es weiter zum nächsten Museum. Das Vorarlberg Museum ist nicht weit vom Kunsthaus entfernt und besonders interessant wegen seiner außergewöhnlichen Fassade aus Abgüssen von Flaschenböden und der Kombination aus einem alten und einem sehr modernen angebauten Gebäude. Auch hier bekamen wir eine Führung. Themen waren vor Allem die Entstehung der Fassade, und die verschiedene Baumaterialien. Damit endete unser Aufenthalt in Bregenz, und um 21:30 erreichten wir wieder Freiburg.

Über das Kunsthaus Bregenz:

Mit seiner mehrfach ausgezeichneten Bauweise zählt das Kunsthaus Bregenz (KUB) weltweit zu den bedeutendsten Museumsbauten der Architektur. Es ist ein Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst.

Der Fassade besteht aus fein geätzten, gleich großen milchglasähnlichen Glaspaneelen, die von Klammern gehalten werden. Sie bilden eine dem Äußeren des Ausstellungshauses vorgelagerte, luftdurchspülte Schicht und sorgen für eine erste Filterung und optimale Umlenkung des Tageslichts in die Lichtdecken der Ausstellungsgeschosse.

In den Innenräumen dominiert roher, ungeschliffener Beton. Die drei Obergeschosse unterscheiden sich in der Raumhöhe und die Decken bestehen aus offen, zusammengefügten Glastafeln. Diese verteilen das Tageslicht im Raum. Das Licht fällt von allen Seiten des Gebäudes durch umlaufende Lichtbänder in den Hohlraum über der Glasdecke ein. Das Kunstlicht, das sich ebenfalls im Hohlraum über der Staubdecke befindet, ersetzt oder ergänzt das Tageslicht bei Bedarf.

Bild links: Die Glasdecken mit und ohne Kunstlicht

Dem Kunsthaus auf der Altstadtseite befindet sich das Verwaltungsgebäude. Im Erdgeschoss findet man das KUB-­‐Café.

Kurze Reflektion:

Die meisten unserer Mitschüler fanden die Führungen sehr spannend, da wir auf architektonische Besonderheiten aufmerksam gemacht wurden, die man alleine gar nicht bemerkt oder wertgeschätzt hätte. Auch der Workshop hat allen sehr Spaß gemacht. Allgemein kann man sagen, dass die Exkursion ein sehr schöner Einstieg in das Thema Architektur war.

Bilder

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