"Koffer gepackt und überlebt"

REZENSION DES THEATERSTÜCKES „DER STEPPENWOLF“

1Geschlossene, nicht-öffentliche Veranstaltung

Um uns besser mit den Sternchenthemen für unser Abitur 2020 auseinandersetzen zu können, verwenden wir im Unterricht viele verschiedene Medien, wie beispielsweise Bücher, Filme Theaterstücke. Im April waren wir in einem Stück über den „Goldenen Topf“ und letzte Woche, am 13.11., kam das „THEATERmobileSPIELE“ zu uns an die Schule, um für uns den „Steppenwolf“ von Hermann Hesse aufzuführen.

Das „THEATERmobileSPIELE“ ist ein Theater in Karlsruhe, das sich auf Sternchenthemen spezialisiert hat. Schulen in der Schweiz und in Deutschland können es für verschiedene Stücke buchen, die dann in der Schule selbst aufgeführt werden. Die Darbietung des „Steppenwolf“ dauerte ca. 60 Minuten und wurde nachbereitet in Form einer Fragerunde, in der wir Fragen zur Produktion und zum Inhalt des Stückes stellen konnten und die Möglichkeit hatten, Feedback zu geben. Um die Handlung des Romans in 60 Minuten auf die Bühne bringen zu können, musste das Theater diesen auf 25 Seiten Skript kürzen, und somit auch ein paar Kapitel streichen.

2Das besondere an der Aufführung war, dass es sich um eine „Einmannaufführung“ handelte, das heißt, dass ein Schauspieler gespielt und nebenbei die Requisiten auf der sehr kleinen Bühne umgeräumt hat. Da eine Person logischerweise nur eine Rolle spielen kann, wurden alle anderen Figuren über einen Fernseher dargestellt, auf dem die vorher aufgenommenen Parts abgespielt wurden. Auch diese Parts wurden alle von dem Schauspieler, der auch auf der Bühne stand, eingespielt. Um den verschiedenen Charakteren mehr zu ähneln, hatte sich dieser mit Perücken, Schminke und verschiedener Kleidung verkleidet. Die Szenen wurden während der Aufnahme alle mit den Geschehnissen auf der Bühne zeitlich verbunden, und somit verliefen Szenen, bei denen der Fernseher verwendet wurde, wie beispielsweise eine Konversation zwischen zwei Charakteren, einwandfrei.

Beim größten Teil der Stufe stieß das Theater auf eine sehr positive Rückmeldung. Uns gefiel insbesondere, wie verschiedene Medien, also Fernseher, Musik und Beamer, eingebaut wurden. Außerdem war die Wahl der Szenen sehr gut getroffen. Man konnte der Handlung gut folgen und es gab keine Handlungslücken, obwohl die eine oder andere Szene fehlte.

Das Stück war sehr monolog- und textlastig, was der Besonderheit geschuldet war, dass der „Steppenwolf“ nicht als Theaterstück, sondern eben als Roman geschrieben wurde. Durch den Schauspieler jedoch, der seine Rolle als Harry Haller sehr überzeugend und authentisch gespielt hat, konnte man der Geschichte relativ gut folgen, auch nach 40 Minuten noch.

Abschließend kann man sagen, dass die Aufführung sehr gelungen und interessanter als erwartet war. Mir hat sie auf jeden Fall geholfen, den Roman besser zu verstehen und ich fand es sehr interessant, die Interpretation des Theaters umgesetzt in ein Theaterstück zu sehen.

Sandra Preißler, KS 2

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