Kinder von La Hille

Erinnerung an das Schicksal der „Kinder von La Hille“- Eine Kinderrepublik 1943-1945

 

3257aAm 29.1.14 wurde in der Mensa des Wentzinger-Gymnasiums das Theaterstück „Die Kinder von La Hille“ des Musiktheaters Tabun unter Leitung von Frau Herrmann vor den 7.Klassen und einer 4.Klasse der Anne-Frank-Grundschule aufgeführt. Die jugendlichen Schauspieler aus verschiedenen Freiburger Schulen, dem THG, der Lessing-Realschule, der Staudinger-Gesamtschule und dem Wentzinger-Gymnasium haben sich in monatelanger intensiver Arbeit in das Schicksal von 100 jüdischen Kindern hineinversetzt, die 1939 zusammen mit 4 Heimleitern ein Transport nach Belgien vor der Verfolgung in Deutschland und der Deportation in die Vernichtungslager rettete und die später im Schloss „La Hille“ in Südfrankreich am Fuß der Pyrenäen eine stets gefährdete Bleibe fanden. Dort war ihr Leben geprägt von handwerklicher Arbeit, Haushalt und dem Sammeln von Essbarem. Es gab häufig Maisbrei und Rübensuppe, Läuse, Kälte und Gelbsucht. Dennoch hielten die Kinder zusammen und organisierten ihr Leben selbst in ihrer Kinderrepublik, die Älteren unterrichteten die Jüngeren, sie lasen und sangen gemeinsam: Französisch und Jiddisch und versteckten einander vor den Gendarmen.

Unsere Schüler folgten dem Dargebotenen mit großer Aufmerksamkeit, insbesondere durch die anrührenden Worte der Zeitzeugin Frau Cohn-Mendelsohn, die als Kind in einem von La Hille nicht weit entfernten Kinderheim lebte, und zu Beginn der Aufführung vor den Jugendlichen über ihr Leben und ihre Flucht vor den Nazis aus Deutschland erzählte

Dagmar Casetou

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