Erfahrungsberichte Schüleraustausch Avrillé 2018

Erfahrungsberichte Schüleraustausch Avrillé 2018

1Teil 1

Zusammen mit Herrn Bockel und Herrn Haueisen sind rund 25 Schüler der Klassenstufe 9 Anfang Oktober für einen 9-tägigen Schüleraustausch mit dem Zug nach Avrillé in die Nähe der französischen Atlantikküste gefahren.

Nach einer ruhigen, 8-stündigen Reise durch Frankreich sind wir am Abend in Avrillé angekommen. Am Bahnhof wurden wir von unseren Austauschfamilien herzlich empfangen. Am nächsten Morgen sind wir gemeinsam mit unseren Partnern in deren Schule gegangen. In gemischten Gruppen mit deutschen und französischen Schülern haben wir in Projektarbeit mehrere Aufgaben bearbeitet. Die letzte und größte Aufgabe war es, einen Sketch zum Thema „typisch deutsch - typisch französisch“ vorzubereiten. Dieser sollte vom jeweiligen Team am letzten Aufenthaltstag vor der gesamten Austauschgruppe präsentiert werden.

In der Pause wurden wir Deutschen auch oft von den anderen französischen Schülern des Colleges angesprochen und uns wurden viele Fragen gestellt. Viele wollten deutsche Schimpfwörter von uns lernen. ^^

Später aßen wir noch in der Kantine, bevor wir mit dem Bus (ohne die Austauschpartner ) zum Chateau d´Anger gefahren sind. Gegen Ende des Nachmittags wurden wir im Rathaus von Angers vom Vizebürgermeister empfangen. Am Abend zwischen 18.30 Uhr und 20.30 Uhr gab es ein großes Kennenlern-Picknick in der Schule, das die Eltern für alle Austauschschüler und Lehrer organisiert hatten.

2Das Wochenende verbrachten wir dann alle mit unseren Austauschfamilien. Ein Teil unserer Gruppe hatte sich aber am Samstag für ein Treffen in der Lasergamehalle verabredet. Das hat viel Spaß gemacht! Am Sonntag besuchte ich mit meiner Familie einen Straßenflohmarkt und am Nachmittag mit einigen Schülern das Schwimmbad von Angers.

Am Montag brachte uns ein Bus an die Nordküste der Bretagne, in das für seine Austernzucht berühmte Cancal. Dort besichtigten wir eine große Austernfarm, in der sowohl die tiefen (creuses) als auch die flachen (plates) Austern gezüchtet werden. Wir haben natürlich auch welche probiert, aber den meisten von uns hat es nicht geschmeckt.

Später fuhren wir weiter nach Saint-Malo, einer Hafenstadt mit historischer Altstadt. St. Malo ist auch als Piratenstadt bekannt, dem berühmtesten Pirat Surcouf ist sogar ein Denkmal gewidmet.

Als Aufgabe bekamen wir, in Gruppenarbeit mehrere Gebäude, Statuen und Schilder zu suchen. In St. Malo gibt es riesige, alte Stadtmauern, die den großen Strand von der Altstadt abgrenzen. Es gibt viele dichte Hausreihen und dazwischen kleine Gassen. Es hat großen Spaß gemacht, die Gegend zu erkunden.

Am Dienstag waren wir am Vormittag wieder in der Schule und haben weiter in den Gruppen an unseren Sketchen gearbeitet. Gegen 10.00 Uhr fuhren wir rund eine Stunde mit dem Bus zum Ort Moulin de Sarré. Dort besuchten wir die über 100 Jahre alte Getreidemühle. Sie wird noch auf traditionelle Art mit einem Wasserrad betriebenen. Wir durften die aus dem Mehl frisch gebackenen und köstlich duftenden „Fouées“ (Teigtaschen) probieren. Sie haben uns so gut geschmeckt, dass wir einen neuen Rekord an verspeisten Fouées aufgestellt haben ;-)

3Später fuhren wir weiter nach Saumur, zur berühmten staatlichen Reitschule Cadre Noir. Dort werden unter anderem die besten Pferde und Rittmeister Frankreichs für die Olympiade ausgebildet. Diesen Hof gibt es schon seit 200 Jahren und er beherbergt rund 300 prachtvolle Pferde.

Am Mittwoch folgte ein Ganztagsausflug mit deutschen und französischen Austauschschülern nach Noirmoutier an die Atlantikküste. Wir verbrachten den Tag am Strand bei einer „pêche à pied“ ( mit den Händen fischen/ Tiere sammeln ) Endlich kamen unsere extra dafür mitgenommenen Gummistiefel zum Einsatz :-) Wir sammelten Krabben, kleine Fische, Schnecken und so weiter. Unsere Tour wurde von einer Expertin geleitet, die uns erklärt hat welche Tiere wir in welcher Ebene des Strandes finden werden.

Nach unserer „pêche à pied“ nahmen wir alle unsere gefundenen Tiere zusammen und die Expertin erklärte über jedes Tier etwas zu seiner Lebensweise. Der Tag wurde durch ein Strandpicknick und einen Innenstadtbummel abgerundet.

An unserem letzten gemeinsamen Tag stellten wir unsere Sketche fertig und präsentierten sie in der Gruppe. Die drei besten Sketche bekamen als Preis eine Packung Gummibären ;-)

Gegen Mittag fuhren wir noch einmal nach Angers um dort noch ein wenig gemeinsame Freizeit genießen zu können.

Am Donnerstag Abend hieß es Koffer packen und am Freitag Morgen Abschied nehmen. Unser Zug brachte uns zurück nach Freiburg. Es war eine tolle Zeit mit unvergesslichen Momenten. Besonders gefallen hat mir die Erfahrung, so herzlich in eine fremde Familie aufgenommen zu werden. Wir hatten sehr viel Spaß und haben viel gelacht und voneinander gelernt. Ich freue mich auf den zweiten Teil des Austauschs.

Nicolas Cornou, 9a, November 2018


Teil 2

Der Austausch fing mit einer sehr langen Zugfahrt an. Donnerstag, 11 Uhr, standen etwa 25 Neuntklässler am Bahnhof. Wir waren sehr aufgeregt und gingen nochmal durch, ob wir auch nichts vergessen haben.
Am Nachmittag stiegen wir in den TGV, der uns sehr flott nach Angers brachte. Etwa 30 Minuten vor Angers fing es dann an: alle holten ihre Wörterbücher raus, berieten sich und übten die Begrüßungen.

4Als wir ankamen, standen die Franzosen mit Willkommensschildern in der Bahnhofshall. Wir waren natürlich überrascht und nervös, etwas später wurden wir aufgerufen und zugeteilt. Die Begrüßungen brachten so manchen peinlichen Moment mit sich, weil die Franzosen uns die so genannten "Küsschen" gaben, wir sie aber gleichzeitig umarmten.
Doch wir konnten alle sehr darÜber lachen.
Was direkt zu Anfang auffiel war, dass die Franzosen alle viel kleiner waren als wir, eine Mutter kam zu mir und fragte, wer den die Studenten seien, ich war überrascht und meinte dann, dass die „Studenten“ zu unserer Gruppe gehörten.
Dann fingen die Abende in der Familie an.

Am nächsten Morgen war das Hallo groß und alle redeten durcheinander und erzählten, wie anders die Franzosen doch seien.
Das Klischee mit dem Käse nach dem Essen bestätigte sich z.B. in fast jeder Familie. Zudem aßen die Franzosen auch erst so gegen 20.30 Uhr.

Das Sprechen war am Anfang ungewohnt, aber verständigen konnten wir uns alle gut.
Am ersten Tag arbeiteten wir in Gruppen, wir sollten ein Rollenspiel vorbereiten, was sich mit den Themen " Typisch Frankreich, typisch Deutschland befassen sollte".

Dieses mussten wir am Ende des Austauschs auch präsentieren.
Am Nachmittag besuchten wir dann noch das Schloss von Angers. Danach wurden wir sogar von Avrillés Bürgermeister empfangen. Im Anschluss gab es ein wirklich unglaublich großes und feines Buffet in der Schule, zu dem alle etwas beigetragen haben.

5Nun begann das Wochenende in den Familien, auf das sich viele freuten, aber auch etwas nervös waren. Die meisten gingen bowlen oder spielten Lasertag, oftmals in Gruppen aus Franzosen und Deutschen. Am Sonntag ging praktisch die ganze Gruppe ins Schwimmbad. Leider war es ein kurzes Vergnügen, da ein

Kind ins Becken gemacht hatte.
Das Schwimmbad war ganz anders als bei uns: man musste schon am Eingang die Schuhe ausziehen und die Jungs durften auch nur sehr enge Badehosen tragen.

Am Montag stand eine Besichtigung einer Austernfarm an und im Anschluss ein gemeinsamer Ausflug nach Saint Malo, der eine lange Fahrt mit sich brachte. Diese war aber lustig und während der Fahrt konnten wir uns auch besser mit den Franzosen anfreunden.

Dienstagmorgen arbeiteten wir nochmal an unseren Dialogen. Später fuhren die Deutschen alleine mit einem Bus zur " Moulin de Sarré" - eine alte Mühle, die Mehl noch traditionell mit Mühlsteinen mahlt.
Dort bekamen wir auch ein wirklich köstliches Essen: Teigtaschen aus Buchweizen, die man mit einer beliebigen Füllung füllen konnte. Die Deutschen dürfen jedes Jahr diese sogenannten Fouées genießen. Es gab einen Rekord im Foueés essen, welcher bei 12 Stück lag, doch ein Schüler aus unserer Gruppe knackte diesen mit Leichtigkeit und verspeiste sage und schreibe 13 Taschen. Danach besuchten wir noch " Le Cadre noir Saumur" - eine Dressurschule für Pferde und Reiter.

6Der Mittwoch brachte eine Wattwanderung mit sich, die sich als sehr lustig rausstellte, weil wir wirklich tolle Sachen gefunden haben, unter anderem eine Seeschnecke, so groß wie eine Menschenleber und einen Seestern....
Doch aufgrund scheußlichen Wetters, besichtigten wir nur noch einen kleinen Ort und fuhren dann wieder nach Avrillé.

Der nächste Tag war unser letzter vor der Abreise. Wir stellten unsere Dialoge vor und mittags picknickten wir an einem Fluss.
Im Anschluss konnten unsere Freizeit im Zentrum von Angers verbringen. Das war der Tag, an dem wir und die Franzosen uns am besten verstanden, wir waren zu einer richtig guten Gruppe zusammengewachsen. Wenn auch manch einer von etwas Heimweh geplagt war, wollte doch keiner, dass diese tolle Woche zu Ende ging.

Es hätte noch zwei Tage länger gehen dürfen!

Doch auch so war es ein unvergleichliches Ergebnis, das uns allen Spaß gemacht hat und wir freuen uns schon auf den Besuch der Franzosen im Mai. Die Teilnehmer bedanken sich ganz herzlich bei Herr Bockel und Herr Haueisen, die eine tolle Begleitung darstellten und unter anderem wegen ihrem Kleidungsstil sehr gefeiert wurden.

von Eliza Haberkern, 9a 

 

Teil 3 - Fankreichaustausch Oktober 2018

Unseren ersten Abend nach unserer Ankunft, verbrachten wir bei unseren Austauschfamilien. Es gab warmes Essen und wir lernten die Familie etwas besser kennen. Am nächsten Tag haben wir die Burg in Angers besichtigt und machten dabei eine kleine Ralley.

Besonders gut gefallen hat mir der Abend. Wir spielten zusammen mit den französischen Schülern Fußball, aßen miteinander und amüsierten uns.

Etwas langweiliger wurde es dann am Wochenende, das wir gemeinsam mit unseren Austauschfamilien verbrachten. Wir blieben eine längere Zeit zuhause, waren allerdings am Abend in der Bowlinghalle. Der Schwimmbadbesuch am darauffolgendem Tag war deutlich amüsanter. Gemeinsam mit unseren Freunden und Austauschpartnern genossen wir diesen Ausflug.

7Wir fuhren mit dem Bus auch zweimal an die Atlantik Küste. Wir besichtigten eine Stadt namens Saint Malo. Dort waren wir in Kleingruppen zusammen mit deutschen und französischen Schülern unterwegs, hatten unsere Freizeit und machten wiedermal eine kleine Ralley. Besonders gut waren die Crêpes dort. Am anderen Tag an der Atlantikküste unternahmen wir eine kleine Wattwanderung im Meer und fingen dabei einige Meerestiere mit einem Netz. Diese Tiere wurden nach einer kurzen Beschreibung der Führerin natürlich wieder freigelassen.

Es gab während unserem Frankreich Aufenthalt auch einiges typisch französisches zum Essen. Wir hatten die Möglichkeit Austern zu probieren und konnten von einer Art Brot mit verschiedenen Füllungen kosten. Dieses Brot wurde von selbstproduziertem Mehl aus der eigenen Mühle gebacken.

An unserem letzten vollen Tag bekamen wir ein paar Stunden Freizeit in Angers. Wir konnten die Altstadt besichtigen, shoppen gehen und uns dort anderweitig vergnügen.

Es war eine besondere Erfahrung für uns alle und es ist wahrscheinlich ein unvergessliches Ereignis gewesen. Auch unser Französisch ist überwiegend besser geworden.

DENIS GALLNER, 9D

Bilder als Galerie

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