GDas Fach SoLe (ehemals MSK)

Übersicht Fach SoLe ehemals MSK

Prävention am Wentzinger Gymnasium: Kurzfassung der wichtigsten Eckpunkte

Äußere Vorgaben:

1. „Prävention und Gesundheitsförderung“ ist als eine Leitperspektive im neuen Bildungsplan festgeschrieben und somit Teil des offiziellen Curriculums. Leitperspektiven sollen in allen Fächern und Jahrgangsstufen verankert sein.
2. Ebenso schreibt die Verwaltungsvorschrift zur „Prävention und Gesundheitsförderung“ aus dem Jahre 2014 vor: „Es ist Aufgabe jeder Lehrerin und jeden Lehrers, Kinder und Jugendliche in Zusammenarbeit mit den Eltern in ihrer individuellen Entwicklung hin zu körperlich und seelisch gesunden sowie sozial kompetenten Personen zu unterstützen und somit präventiv und gesundheitsfördernd zu arbeiten.“ Das heißt: Jede/r Lehrer/in ist zuständig und verantwortlich für die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen.

Darüber hinaus haben wir am Wentzinger Gymnasium Prävention auch in unserem Leitbild verankert und im Kollegium ist es uns ein Anliegen, Prävention und Gesundheitsförderung als festen Bestandteil des Unterrichts und unseres Bildungsauftrages anzusehen.

Voraussetzungen, damit Prävention gut wirken kann:
a) Prävention ist dann besonders wirksam, wenn sie auf den Ebenen des Individuums, der Klasse und der Schule implementiert ist.
b) Unter Prävention fasst man die drei Säulen Suchtprävention, Gesundheitsförderung und Gewaltprävention.

Wie ist der Stand der Dinge am Wentzinger Gymnasium?

I. Suchtprävention

Leitfrage: Wie können Schüler Schutzfaktoren entwickeln, die sie stark machen gegenüber Suchtmitteln? Wie können sie lernen, „Nein“ zu sagen?
Annahme: Sowohl Psychoedukation (also Wissen darüber, welche Suchtmittel es gibt und wie sie wirken) als auch ein starkes Selbstvertrauen, das befähigt, Gruppendruck zu widerstehen, sind wichtige Schutzfaktoren.

1. Individuum
Eine Suchtpräventions-AG wurde von den Schulsozialarbeiterinnen angeboten, hatte aber in diesem Schuljahr zu wenig Teilnehmer.

2. Klasse
Auf Klassenebene werden vor allem in den Klassen 7 und 8 folgende Module angeboten: in den SoLe- Stunden: Medienpädagogik; in der Kompaktwoche in Klasse 7: „Mädchen Sucht Junge“; Raucherprävention an der Uniklinik; Drogenprävention in Zusammenarbeit mit der Polizei; „Project Adventure in Klasse 7; eine „Entschulungswoche“ in Klasse 8

3. Schule
Auf Schulebene sind verankert: die Beratungslehrerin und die Schulsozialarbeiterin, die natürlich auch Einzelfallhilfe anbieten und somit auf die Ebene des Individuums zurückwirken; Informationsabende für Eltern zum Thema Medienpädagogik und Cybermobbing.

II. Gesundheitsförderung

Leitfrage: Wie können Schüler befähigt werden, ihren Körper und ihre Seele gesund zu erhalten?
Annahme: Auch hier spielt Psychoedukation (das Wissen um physische und psychische Zusammenhänge) eine große Rolle. Darüber hinaus sind körperliche Aktivität (Sport), Entspannungsverfahren, Ausgleich zu kognitiver Betätigung (Musik und Kunst) wichtige Schutzfaktoren. Auch sinnstiftendes Handeln, sich als wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu erleben, kann zu Gesundheitsförderung beitragen.

1. Individuum
Sport-AGs, künstlerische AGs und Projekte, Energiesprecher

2. Klasse
Stressbewältigung (MindMatters in Klasse 5,6,7,8,); Genderpädagogik (Kl. 8); Lion’s Quest: Ich weiß, was ich will / Schritte zu einem guten Ziel (Kl.9); Sozialpraktikum (Kl.10), Seminarkurs LDE (=Lernen durch Engagement) (K1)

3. Schule
Siehe „Sucht“; 24-Stunden-Lauf; Sporttag

III. Gewaltprävention

Leitfrage: Wie können Schüler lernen, mit Aggressionen sozialverträglich umzugehen und Konflikte friedlich zu lösen?
Annahme: Gefühle wie Wut und Ärger zunächst wahrzunehmen und zu würdigen ist eine wichtige Voraussetzung, um sie regulieren zu lernen. Neben dieser Selbstwahrnehmung spielt auch die Fremdwahrnehmung eine wichtige Rolle. Andere anders sein lassen zu können befähigt zu einem friedlichen Miteinander.

Der Aufbau einer guten Klassengemeinschaft und die Anerkennung der Individualität jedes einzelnen Schülers sind die Basis für Gewaltprävention.

1. Individuum
Schülermediatoren (=Streitschlichter), Paten für die 5.-Klässler, Stolperstein-Projekt (LDE), Ich-Biographien (Kl.8)

2. Klasse
Lion’s Quest, Klassenrat, Karten-Feedback, SEL (=Sozial-Emotionales Lernen), mit Aggressionen umgehen lernen, Selbst- und Fremdwahrnehmung einüben, Konflikte regeln lernen (Kl. 5-6); Landschulheim (Kl. 6); Modelle der Kommunikation (Kl. 8); Zivilcourage (Kl. 9); Interkulturelle Kompetenzen (Kl. 9); Medienpädagogik (Kl. 5,6,8)

3. Schule
Siehe „Sucht“

Ansprechpartner in Sachen Prävention am Wentzinger Gymnasium:

Frau Casetou (Schulentwicklung, Mitglied des Schulleitungsteams)
cas@wentz-gym.de
Frau Grühn (Beratungslehrerin, Lehrkraft für Prävention)
grue@wentz-gym.de
Frau Kopp (Schulsozialarbeiterin)
kopp@vfs-ev.de
Wir wollen einen Arbeitskreis „Prävention“ am Wentzinger bilden, bei dem auch die Mitarbeit der Eltern erwünscht ist!

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