Interview mit Herrn Weiser über sein erstes Jahr

Interview mit Herrn Weiser über sein erstes Jahr als Direktor

Unser Direktor Herr Weiser nahm sich Zeit um unsere Fragen über sein erstes Jahr als Schuldirektor zu beantworten.

Maily: Hat sich viel verändert für Sie als Direktor, da Sie früher stellvertretener Direktor waren?

WeiserHr. Weiser: So manches hat sich schon verändert, das ist richtig. Da ich aber Konrektor war und wusste was Hr. Gillen alles machte, habe ich schon viele Dinge gekannt. Aber in diesem Jahr sind ein paar Dinge anders gewesen als in den letzten Jahren auch auf Grund der Tatsache, dass wir nächstes Schuljahr ein G9 haben. Dieses G9 musste erst mal durchgesetzt werden. Auch vor dem Ministerium, mit Lehrern, Eltern und Schülern zusammen und das heißt, es war zum Teil sehr anstrengend und auch neu für mich.

Carla: Behandeln Ihre Kollegen Sie wie früher, da Sie eine höhere Stellung haben?

Hr. Weiser: Da habe ich das Gefühl, dass sich nicht viel geändert hat. Weder in der einen noch in der anderen Richtung.

Maily: Macht es Ihnen eigentlich viel Spaß zu organisieren?

Hr. Weiser: Es macht dann Spaß, wenn man organisieren kann und wenn man dazu beitragen kann, dass es für euch besser wird und ihr erfolgreich eure Arbeit machen können. Denn alles was wir Lehrer machen ist nur für euch. Und das heißt dann, wenn es erfolgreich ist, dann macht es mir auch Spaß. Es gibt auch paar Punkte, die keinen Spaß machen, dass gebe ich ganz ehrlich zu. Dort, wo das Ministerium sagt, wir hätten zu viele Stunden und die werden dann einfach weggenommen. Und das wird euch im nächsten Jahr leider auch betreffen.

Carla: Was haben sie noch für Ziele?

Hr. Weiser: Ich habe erst mal das Ziel mit dem Kollegium das G9 so zu entwickeln, dass es für die künftigen Schüler ein gutes G9 wird. Und ich möchte, dass die Stellen, ab denen das G8 Härten für euch aufweist, so zusagen verträglicher wird. Daran arbeiten wir ja schon seit Jahren. Und natürlich habe ich das Ziel, dass wir als Schulgemeinschaft in einem gemeinsamen Lernprozess sind, und solange ich noch hier dabei bin, will ich, dass wir noch ganz viel nicht nur für die Schule sondern auch fürs Leben lernen.

Maily:   Wären Sie lieber ein normaler Lehrer oder finden Sie diese Stellung ganz in Ordnung?

Hr. Weiser: Also ich unterrichte sehr gerne, aber ich muss sagen, es ist natürlich nochmal eine neue Herausforderung sowas  zu machen. Nach dem man viele Erfahrungen gemacht hat als Lehrer. Und ich glaube, es ist wichtig, viele Erfahrungen zu sammeln als Lehrer, damit man als Schulleiter einigermaßen weiß, wie es Lehrern und Schülern geht.

Carla: War es schwer sich an die Arbeit zu gewöhnen?

Hr. Weiser: Das war nicht schwer, das war ich schon vorher gewohnt. Die Arbeitszeiten, die manchmal etwas lang sind, die ich jetzt habe, kannte ich schon als „Stellvertretender Schulleiter“.

Maily: Haben Sie jemals daran gedacht, Direktor zu werden?

Hr. Weiser: Eigentlich nicht. Ich war ja früher Theaterlehrer, 18 Jahre lang. Das hat mir sehr viel Freude gemacht und das halt sich so ergeben, dass ich dann aus meiner Schule, in der ich gewesen war, weg wollte. Da gab es ein paar Gründe, die ich jetzt nicht sagen möchte.

Carla: Was war das Beste was Sie als Direktor erlebt haben?

Hr. Weiser: Hach, das ist jetzt eine kurze Zeit die ich jetzt als Direktor zurückblicken kann. Da würde ich sagen: der größte Erfolg bis jetzt war, dass das ganze Kollegium einstimmig für G9 ausgesprochen hat ohne Gegenstimme. Das war schon etwas Außergewöhnliches.

Maily: Mit was motivieren Sie die Schüler?

Hr. Weiser: Na ja, da gibt es nicht nur eine Methode. Es gibt  ganz viele verschiedene Möglichkeiten. Ich glaube das wichtigste, womit wir Lehrer euch motivieren können, ist das, dass wir zu euch Vertrauen aufbauen.

Carla: Freuen sie sich schon auf ihre erste Abiturrede?

Hr. Weiser: Darauf freue ich mich, aber ich habe durchaus bedenken, weil Reden immer zwei Seiten haben. Die einen halten die Rede, die anderen müssen zuhören. Wenn sie nicht das hören,  was ihnen gefällt, war die Rede nicht gut. Eine gute Rede zu halten ist nicht einfach.

Maily & Carla: Gut. Also vielen Dank, dass Sie Zeit für uns gefunden haben.

Hr. Weiser: Ok, ich bedanke mich bei euch.

 

Von Maily Doan & Carla Sexauer im Juni 2013


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