Wentzis erfolgreich beim Regionalwettbewerb Jugend Musiziert 2014

Margret Rasfeld: Vortrag über Geheimnisse einer wertschätzenden Beziehungskultur

Zu dem Vortrag haben eingeladen: der Kreisverband Legasthenie und Dyskalkulie in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis der Wentzinger Realschule. BIld


Frau Margret Rasfeld, Evangelische Schule Berlin Zentrum: "Unten abgefedert, oben nicht gedeckel Geheimnisse - einer wertschätzenden Beziehungskultur"

Hier der Bericht des Schülers Raphael Blank:

Margret Rasfeld ist eine Schulleiterin aus Berlin. Sie ist der Meinung, dass unser heutiges Schulsystem schon lange nicht mehr dem 21. Jahrhundert entspricht. Die Zuhörer/innen Ihres Vortrags am 17.11.2014 sollten zunächst aufzählen, was den Jugendlichen von heute ans Herz gelegt werden sollte, bzw. was die Jugendlichen lernen sollten und das Ergebnis war schockierend. Nahe zu Keines der genannten Werte wird in Schule wirklich vermittelt und gefördert. Vor allem störte Frau Rasfeld, dass Lehrer zu den Schülern, aber auch Schüler untereinander durch die verschiedenen Kurse viel zu wenig Kontakt haben und sie meinte, dass die Schule eigentlich sogar eine "Beziehungsverhinderungsanstalt" sei. Die Selektion der Kinder nach der 4. Klasse führe zu Krankheiten, Druck und Depressionen und dagegen kämpft Frau Rasfeld. Ihre Schule/n in Berlin sind Gemeinschaftsschulen und bieten sehr spezielle Fächer und Extras. Zum Beispiel gibt es jeden Tag in den ersten beiden Stunden das Fach "Lernbüro". Hier können sich Schüler aussuchen, ob sie in ein Mathe-, Englisch- oder Deutsch-Lernbüro wollen und in dem jeweiligen Lernbüro muss man dann sogenannte "Bausteine" (welche Karteikarten mit Aufgaben zu verschiedenen Themen enthalten) abarbeiten. Dies kann man in einem eigenen Tempo machen, jedoch wird am Ende ein Test vollzogen, dessen Termin man jedoch selber einteilen kann. Ein anderes Fach ist "Verantwortung", hierbei müssen Schüler im sozialen Bereich aushelfen, z.B. in einem Kindergarten, einem Altersheim, usw.. Als letztes gibt es noch das Fach "Herausforderungen". Dieses "Fach" fängt immer nach den Sommerferien an und geht drei Wochen lang. Hierbei müssen sich die Schüler einer Herausforderung stellen (z.B. eine Radtour, wandern...), müssen sich außerhalb ihrer Heimatstadt befinden und müssen mit nur 150 Euro pro Schüler klar kommen. Diese Fächer/Events sollen die Beziehungen unterhalb der Schüler fördern, es soll ein freierer Unterricht sein und es gibt hierbei auch keinen Stundenausfall, da die Schüler weder in den Lernbüros, noch bei den Events einen Lehrer brauchen. Frau Rasfeld möchte dieses Schulprinzip weiter durchsetzen und ist fest davon überzeugt.

 

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