Interview mit Frau Marino - Sozialpreisträgerin 2014

Interview mit Frau Marino - Sozialpreisträgerin 2014 - über ihr Engagement für Wiwili

MarinoDie Sozialpreisträgerin des Jahres 2014, Sonja Marino, Lehrerin für Mathe und Geographie, im Gespräch mit Raphael Blank (Kursstufe)

Raphael: Frau Marino, sie haben dieses Jahr den Sozialpreis des Wentzinger-Gymnasiums erhalten. Wie fühlen sie sich dabei?

Marino: Einerseits war ich sehr überrascht, aber andererseits ist es mir natürlich eine große Ehre.

Raphael: Sie erhielten diesen Preis als Leiterin der Wiwili-AG, doch was ist Wiwili überhaupt?

Marino: Wiwili ist eine Stadt in Nicaragua, welche von Armut geprägt ist. Wiwili ist eine Partnerstadt von Freiburg. Das Wentzinger Gymnasium unterstützt seit vielen Jahren diese Stadt, früher unter der Leitung von Emil Günnel, der nun in Wiwili dauerhaft lebt. Ich habe im Januar 2014 die Leitung der Wiwili-Ag übernommen. Die AG und ich, eine Gruppe von sechs Personen, kümmern uns um den Pausenverkauf und spenden das eingenommene Geld an den "Wiwili-Verein“. Solange das Ebolavirus in Afrika wütet teilen wir die Spende auf und überweisen die Hälfte an „Ärzte ohne Grenzen“.
Raphael: Und was macht der Wiwili-Verein mit dem Geld?

Marino: Sie kümmern sich um die Trinkwasserversorgung und um den Bau von Schulen in Wiwili. Alleine 2014 haben wir 5000 Euro für den Bau eines Schulgebäudes zusammenbekommen.

Raphael: Neben dem Sozialpreis wurde ihnen auch noch ein gewisser Geldbetrag überreicht, welchen sie jedoch nicht spenden sollen, was haben sie damit vor?

Marino: Ich habe vor, mit der Wiwili-AG einen kleinen Ausflug zu einer Hilfsorganisation zu machen, um uns einen Einblick zu verschaffen.

Raphael: Was haben sie für die Zukunft geplant? Wird die Wiwili-AG weiterhin bestehen bleiben?

Marino: Ich hoffe es. Nach meiner Planung ist kein Ende in Sicht, jedoch möchte ich das Sortiment etwas aufräumen und neue Ideen umsetzen.

Raphael: Wären sie dafür, dass es noch mehr solche Projekte wie die Wiwili-AG an der Schule gibt?

Marino: Klar, jedoch sollten diese keine Konkurenz bilden. Dieses Projekt sollte sich also nicht durch den Verkauf von Backwaren finanzieren, da sie sonst 30% ihrer Einnahmen an die Wiwili-AG abgeben müssen. Dies wird so auch schon z.B. bei dem Waffelverkauf der verschiedenen Klassen gehandhabt.

 

siehe auch Bericht über Adwentzbasar mit PReisverleihung hier

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