Erfahrungsbericht Bilingual

Der Erfahrungsbericht der Schülerin Ann-Christin Werner

Die bilinguale Klasse ist etwas ganz besonderes. Man kann intensiv französisch lernen und dabei noch Spaß haben. Die Unterrichtsstunden sind immer abwechslungsreich: Mal wird Theater gespielt (natürlich auf französisch), dann werden Dialoge geschrieben oder Plakate gemacht. Lesen tun wir natürlich auch, denn das fördert die Aussprache. Wir lesen aber nicht nur Allerweltsgeschichten sondern auch Wissenswertes aus Frankreich: Geschichtliche Texte oder sprachliche Missverständnisse gehören zur Handlung. LSH Frankreich

Besonders gut gefallen uns die Ausflüge. Natürlich fahren wir nach Frankreich. Dort lernen wir viel, denn die Aktivitäten, an denen wir teilnehmen können, werden selbstverständlich von Franzosen geleitet. Die können leider kein deutsch, also müssen wir uns deren Sprache bedienen. Und das ist gar nicht mal so einfach.

Das französisch-bilinguale ist auch deshalb praktisch, weil wir ja hier so nah an der Grenze wohnen, so kann man sich gut beim Einkauf auf der anderen Seite verständigen und Kontakte knüpfen. Wir treffen uns auch mit einer französischen Austauschklasse. Man lernt sich kennen und kann den schulischen Kontakt auf privater Ebene noch weiter ausbauen. Die französischen Schüler und wir haben auch die gleichen Gesprächsthemen (Mode, Handys…). Bei den Treffen können wir uns so prima austauschen.

LSH FrankreichUnser Klassenzimmer ist mit vielen Plakaten beschmückt, auf denen die französische Grammatik dargestellt ist, so können wir uns das viel besser merken. Die Aufgaben, die wir im Unterricht machen, zeigen uns auch die französische Welt. Auf diese Weise haben wir schon viele Lebensarten der Franzosen kennen gelernt, zum Beispiel das typische französische Frühstück. Außerdem haben wir schon viele Theaterstücke aufgeführt, das ist eine sehr gute Lernweise, denn es werden Aussprache und Verständnis zusammengeführt. Es macht auch einen Riesenspaß so etwas zu spielen.

Auch in der Freizeit geht es viel um französisch. Wir haben zum Beispiel schon oft Feste gefeiert, die die Franzosen auch zu feiern pflegen. Das war zum Beispiel der Boule-Abend. Da wurde ganz nach den Regeln Frankreichs die silbernen Kugeln geworfen.

Eine intensive Übung ist es auch im Unterricht mit den Lehrern französisch zu sprechen. Auch unbekannte Wörter erklärt der Lehrer auf französisch, nicht auf deutsch, auf diese Weise lernte man viele Kleinigkeiten der französischen Sprache dazu. Manchmal muss man sich dabei richtig Mühe geben, doch das Nachdenken lohnt sich oft. Und wenn man, wenn der Lehrer etwas auf französisch erklärt, es doch nicht versteht, wendet man sich einfach an ihn.

LSH FrankreichDamit wir die französische Grammatik besser verstehen können, haben wir unsere Karteikarten. Kommt ein neues Thema der Grammatik dran, schreiben wir uns Grundregeln und Beispiele auf diese Karte. So kann man, wenn man etwas nicht versteht, immer noch mal nach gucken, oder hat man was vergessen schaut man einfach wieder nach. Das ist sehr praktisch.

Die Meinung der Schüler über den bilingualen Zug ist eindeutig. Sie sind sehr froh, dass sie ein Gymnasium gefunden haben, dass einen intensiven französischen Lernprozess anbietet. Die Schüler mögen die französische Kultur und Sprache und können auf diese Weise beides sehr genau kennen lernen, denn die Kultur wird auch beim französisch lernen vermittelt. Auch bei den Ausflügen nach Frankreich kann man die Mentalität erleben. Wir essen dort französisches Essen und schlafen in französischen Betten. Das ist etwas ganz anderes und ist deshalb auch sehr interessant.

Insgesamt finde ich den bilingualen Zug total klasse. Man hat nicht auf jedem Gymnasium die Möglichkeit so intensiv und mit Spaß französisch zu lernen. Diese Chance läuft einem nicht immer über den Weg und man sollte sie nutzen.