Johann Christian Wentzinger

Johann Christian Wentzinger

Herzlich Willkommen auf der Seite unseres Namenspatrons Johann Christian Wentzinger“. Wir haben uns gedacht, wir stellen ihn einmal ausführlich vor und zeigen damit, warum unsere Schule den Namen dieses berühmten Künstlers unserer Stadt trägt.Der folgende Text stammt von der Seite des Wentzingerhaus Freiburg - Museum für Stadtgeschichte und beinhaltet die Biographie und Geschichte von Johann Christian Wentzinger. Wir durften ihn freundlicherweise übernehmen und empfehlen einen Besuch auf dieser sehr gelungenen Seite. Das Homepage Team

"Christian Wenzinger, Stadtrath, Bildner, Architekt, Mahler". So beginnt die Inschrift des Grabsteins für die überragende Freiburger Künstlerpersönlichkeit des Spätbarock auf dem Alten Friedhof.
In allen drei Sparten der Kunst war Wentzinger zuhause. Seine Rolle als Anreger und Ideengeber für zahlreiche andere Maler und Bildhauer im Breisgau kann nicht hoch genug eingeschätz werden.
Der große Auftrag der Benediktinerabtei Sankt Gallen hatte dem knapp 50 Jährigen Wentzinger finanzielle und künstlerische Unabhängigkeit verschafft. Als hochgeachteter Bürger und Ehrenstadtrat lebte Wentzinger in seinem prächtigen Palais am Münsterplatz. Unverheiratet geblieben, folgte er dem Beispiel seiner früh verstorbenen Braut Anna Katharina Eck und stiftete schon zu Lebzeiten große Summen für das Armenspital, das er in seinem Testament als Universalerben einsetzte. damit wurde der große Künstler auch zum bedeutendsten Stifter in der Geschichte der städtischen Armenfürsorge.
Der Wentzingerschen und der Eckschen Stiftung ist es zu verdanken, daß noch im 18. Jahrhundert jene Verbindung zwischen städtischer Krankenfürsorge und medizinischer Fakultät geschaffen wurde, die im 19. Jahrhundert in die von Stadt und Universität gemeinsam erbaute Universitätsklinik mündete.

Als Sohn des "Herrenmüllers" Joachim Wentzinger in Ehrenstetten kam Christian Wentzinger am 10. Dezember 1710 zur Welt. Den zweiten Vornamen "Johann" legte er sich als Erwachsener selbst zu.
Über Jugend und Lehrzeit Wentzingers ist nichts bekannt, vermutlich ging er bei einem der zahlreichen Freiburger Bildhauer in die Lehre. Vor 1731 jedenfalls kehrte er von einem längeren Studienaufenthalt in Rom zurück und arbeitete danach als Bildhauergeselle bei einem Meister in Straßburg. 1735/37 reiste er zur Vervollkommnung seiner Ausbildung nach Paris. Eine Meisterprüfung scheint Wentzinger nie abgelegt zu haben, bei seiner akademischen Ausbildung war dieser handwerkliche Abschluß auch nicht notwendig.

Ab 1733 entstanden die ersten gesicherten Werke, nach der Rückkehr aus Paris nahm Wentzinger zahlreiche Aufträge in Freiburg und Umgebung an. 1755 verlieh die Stadt Freiburg dem inzwischen allerseits anerkannten Künstler das Ehrenbürgerrecht, worauf er endgültig seinen Wohnsitz hierhin verlegte. Ein großer Auftrag der Benediktinerabtei Sankt Gallen, die ihn 1757 mit der künstlerischen Leitung der Langhausdekoration betraut hatte, versetzte ihn in die Lage, mit dem Bau seines Wohnhauses "Zum Schönen Eck" am Münsterplatz zu beginnen.

Johann Christian Wentzinger starb hochbetagt am 1. Juli 1797 und wurde auf dem Alten Friedhof beigesetzt.