Die Ökostation Freiburg ist nicht nur unser direkter Nachbar am Seepark, sondern auch ein enger Kooperationspartner des Wentzinger-Gymnasiums.
Folgende Projekte werden derzeit mit der Ökostation realisiert:

Werkstatt im Turm

Alle fünften Klassen nehmen ein Halbjahr lang mit einer festen Stunde im Wochenplan an diesem Projekt teil. Die Kinder entdecken im Rahmen der Klassengemeinschaft verschiedene Ökosysteme wie Naturgarten, Teich, Wiese oder See. Durch überwiegend praktisches Arbeiten im Freien erleben sie die Natur hautnah und lernen ökologische Kreisläufe mit Kopf, Herz und Hand kennen. Themen wie Abfall, Ressourcen, Klima- und Naturschutz bis hin zu gesunder regionaler Ernährung werden unter die Lupe genommen. Dieses nachhaltige Projekt wird durch die Stadt Freiburg gefördert.

Apfeltag

Der Apfeltag findet in der fünften Klasse während der Kompaktwoche statt.
Die Kinder fahren mit Bus und Bahn nach Himmelreich und wandern dann zum Häuslemaierhof. Dort werden Äpfel gesammelt, die dann von den Schüler*innen zu Bioapfelsaft verarbeitet werden. Natürlich ist auch Zeit für einen Besuch bei den Hoftieren. Am Nachmittag werden die selbst geernteten Äpfel in der Ökostation zu leckeren Kleinigkeiten weiterverarbeiten. Außerdem werden verschiedene Apfelsaftsorten getestet und Qualitätskriterien entwickelt. Dabei werden Aspekte wie Inhaltsstoffe, Aussehen, Geschmack, ökologischer Wert, ökonomischer Wert, gesundheitlicher Wert usw. zum Thema. Auch ein Lagerfeuer wird gemeinsam entzündet um dort Apfelstockbrot oder Bratäpfel zu bereiten.

Ausbildung der Energiesprecher

„Wir sind eine energiesparende und klimafreundliche Schule.“ Als Beweis kann man auf dem Schuldach das Sonnenkraftwerk der Wentzinger-Schulen besichtigen, das nach achtjähriger Tätigkeit der Solar-AG mittlerweile auf 44 kWp Leistung angewachsen ist. Damit werden etwa 11 % der gesamten elektrischen Energie von Realschule, Gymnasium und den Turnhallen geliefert. Parallel zur Solar-AG gibt es seit einigen Jahren die Energiesprecher in den Klassen 5-8. Sie werden in ihren Klassen von ihren Mitschülern gewählt und sollen dafür Sorge tragen, dass in ihren Klassen möglichst keine Energie verschwendet wird, d.h. dass in den Klassenräumen Licht nur bei Bedarf brennt, dass besonders in der Heizperiode vor allem Stoßlüften stattfindet und insgesamt in der Klasse ein umweltschonendes Verhalten gelernt und praktiziert wird. Damit die Energiesprecher diese Aufgaben auch gegenüber ihren Mitschülern gut vertreten können, organisiert die Ökostation an den Wentzinger-Schulen mehrmals im Schuljahr für die Energiesprecher Tagungen und Exkursionen, z.B. zur Holz-Pellets-Anlage in Buchenbach, zum Modell-Bauernhof in Oberried oder zu den Windmühlen auf der Holzschlägermatte.

Die Energiesprecherausbildung:

Seit 2003/4 entwickelte der Verein WentzSolar mit der Solar-AG und in Kooperation mit der Ökostation das Ausbildungskonzept zum Energiesprecher. Zwei Schüler und Schülerinnen aus den Klassen 5-9 aus Realschule und Gymnasium werden in jährlich ausgerichteten Lehrgängen, die regelmäßige Schulungen und Exkursionen beinhalten zu fachkundigen Multiplikatoren in Energie- und Umweltfragen ausgebildet. Als Energiesprecher werden sie innerhalb des Klassenverbandes aktiv und werfen ein Auge auf das Energienutzungsverhalten ihrer Mitschüler. Im Rahmen eines 50%-Projektes der Stadt Freiburg dürfen eingesparte Kosten zur Hälfte für schuleigene Projekte genutzt werden. Zusammen mit der Ökostation organisieren sie einzelne Aktionstage zu den übergeordneten Themen Umweltschutz und nachhaltige Energienutzung. Beispielsweise geht es um Fragen der gesunden Ernährung, der Müllverwertung, des globalen Handels und der Verantwortung des Verbrauchers. Darüber hinaus treten die Energiesprecher mit kleinen Events und Ausstellungen an die Öffentlichkeit und erhalten viel Anerkennung. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche weitere Projekte organisiert, wie Sponsorenläufe, Aufbau eines Windrades, Mentorenprojekte in den 9. Klassen und Klimatage der 5. Klassen. Eine Visualisierung sowie eine thematische Aufbereitung von Daten der Photovoltaikanlage erfolgt in Kooperation mit dem Frauerhofer-Institut für solare Energiesysteme. Die Finanzierung der Ausbildung und der vielfältigen Aktionen ist über den Verein WentzSolar durch den Verkauf des Stroms der Photovoltaikanlagen gedeckt. Die Installation der Anlage begann bereits vor 20 Jahren durch Eltern, Schüler und Lehrer der Wentzinger-Schulen. Bis heute waren mehr als 5000 Schülerinnen und Schüler bei den verschiedenen Aktionen beteiligt.

Öffentliche Anerkennung erhielten die Energiesprecher der Wentzinger-Schulen erst kürzlich, als sie einen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung gewannen. Darüber hinaus wurde die Energiesprecherausbildung zweimal als Dekadenprojekt der UNESCO ausgezeichnet. 

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